Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gedacht…?

Gibt es in öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich immer die selbe Zusammenstellung an Fahrgästen? Den Fummler, der sobald das Verkehrsmittel anfährt anfängt an Licht, Lüftung und Sitz hektisch rumzuschrauben. Sich umguckt, als würde er genau eruieren wo wer sitzt, oder vielleicht auch wo der nächste Notausgang ist? Eventuell hält er auch nur nach weiteren, verstellbaren Dingen Ausschau, die er alle zwei Minuten zu seinem Wohlsein verstellen kann.

Dann gibt es den, den du meinst zu kennen. Ein Ex-Freund, ein Nachbar, jemanden, den du mal in der Disco auf der Toilette getroffen hast und auf Grund des bisschen Alkohols in Blut überhaupt nicht zuordnen kannst. Nun hast du zumindest auf der Fahrt etwas zu tun.

Hallo? Hallooooo? Süße? Bin im Bus/Zug! Ich glaube du hörst mich nicht! Hallo!?

Der Telefonator. Telefoniert die ganze Woche nicht so viel wie in zwei Stunden Busfahrt. Unheimlich wichtige Dinge, wie : „Was wollen wir gleich einkaufen? Holst du mich genau um 18:37 Uhr am Steig F ab? Kommt die, die ich vor drei Jahren mal mit dir beim Schlittschuhlaufen getroffen habe auch dieses Mal wieder mit? Wie hieß sie noch… Ist sie noch mit dem komischen, mir der gelben Jacke zusammen? Ich habe ja damals schon gedacht, dass das nicht hält. Ja, ich bin auch auf Diät, habe da etwas ganz Neues entdeckt- hilft super! Na gut, eine Ausnahme können wir heute Abend bei dem Mädelsabend schon machen, ich habe auch eine Tüte dieser leckeren Gummi-Erdbeeren dabei!“ …und Wayne interessiert’s. Ich bin ja schon länger für Störsender in Bahn/Bus und Supermarkt.

Wenden wir uns den schönen Dingen zu, die uns so einen Trip immer wieder gerne machen lassen. Die Hübschen. Ein Blick vom anderen Geschlecht reicht, um die ganze Fahrt zu versüßen- zumindest die Gedanken. Und bitte nicht zu vergessen:  Die Sympathischen. Sie kommen auf den Bus/Zug zu und du weist genau: Neben dem will und werde ich sitzen! Ein Lächeln, ein Blick und es ist wie ein guter One Night Stand: Sichten, Kontaktieren, ein gemeinsames Erlebnis schaffen, verabschieden. Man hat einfach im Gespür, das diese Person weder zu laut Musik hört noch unangenehm riecht, keine Lebensmittel mit intensivem Aroma in den nächsten Stunden zu sich nehmen möchte und auch nicht das ungeschriebene Gesetzt des nicht-überschreiten-der-Lücke-zwischen-zwei-Sitzpolstern bricht. Kurz gesagt: es ist der perfekte Lebensabschnittsgefährte, der eine Reise in öffentlichen Verkehrsmittel erträglich macht. Dankeschön.

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